Fertighaus

21. April 2012 | admin

Bei einem Fertighaus handelt es sich um eine Immobilie, die industriell beim Hersteller gefertigt wird. Lediglich die Endmontage erfolgt dort, wo das Haus später auch stehen soll. Dabei wird in vielen Fällen Holz verwendet, so dass man durchaus  von einem Holzhaus sprechen kann. Trotzdem werden sehr viele Möglichkeiten geboten, ein solches Objekt individuell zu gestalten. Zwar gibt es Kataloge, in denen man sich bestimmte Modelle genauer anschauen kann, aber es werden trotzdem zahlreiche Optionen zur Modifizierung zur Verfügung gestellt. Somit braucht der künftige Besitzer also keine Angst zu haben, ein Haus von der Stange zu kaufen. Die Bauweise lässt dabei viele verschiedene Varianten zu, denn ein Fertighaus lässt sich auch sehr gut als Passivhaus oder Niedrigenergiehaus errichten.

Vorteile eines Fertighauses

Die Vorteile eines Fertighauses liegen klar auf der Hand, denn mit dieser Bauweise lässt sich die effektive Bauzeit stark verkürzen. Der Zeitaufwand für die Montage vor Ort liegt nämlich deutlich niedriger als beim Bau eines Massivhauses. Darüber hinaus lassen sich mitunter auch recht günstige Fertighäuser finden, so dass sich eine Menge Geld einsparen lässt. Ferner sollte auch das große Maß an Flexibilität angeführt werden, denn Fertighäuser lassen sich individuell gestalten, ohne dass es dabei zu langwierigen Verzögerungen kommen kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass ein solches Gebäude bei einem Umzug mit umziehen kann. Natürlich kommt es hierbei auf die vorher verwendete Technologie an, aber häufig besteht die Möglichkeit, die Immobilie mitzunehmen.

Hier noch einmal die Vorteile im Überblick:

  • Kürzere Bauzeit
  • Günstigerer Preis
  • Flexible und individuelle Gestaltung
  • Umzugsfähige Immobilie

Nachteile eines Fertighaues

Wer auf ein Fertighaus setzen möchte, muss natürlich auch die Nachteile und Risiken kennen, die damit verbunden sind. So wird durch die Holzwände eine etwas schlechtere Grunddämmung erreicht. Ein weiterer Punkt besteht darin, dass die Banken den Werterhalt einer solchen Immobilie schlechter beurteilen. Darüber hinaus wird häufig die geringe Tritt-Schalldämmung der Holzhäuser angeführt, die vor allem bei mehrstöckigen Häusern problematisch ist. Ferner ist die Raumluft in der Grundausstattung trockener, so dass insbesondere für Asthmatiker und Allergiker aufwendige Lüftungssysteme installiert werden müssen. Als letzter wichtiger Punkt sollte angeführt werden, dass im Brandfall ein schlechterer Schutz gegeben ist.

Nachfolgend noch einmal die Nachteile im Überblick:

  • Schlechtere Grunddämmung
  • Werterhalt wird von Banken schlechter beurteilt
  • Schlechte Tritt-Schalldämmung der Böden
  • Trockenere Raumluft
  • Empfindlicher bei Bränden

Fazit

Abschließend lässt sich anführen, dass Fertighäuser eine wirklich interessante Ergänzung auf dem Immobilienmarkt darstellen. Sie sind flexibel gestaltbar und lassen sich verhältnismäßig schnell aufbauen. Darüber hinaus werden sie zudem häufig zu günstigeren Preisen angeboten. Leider gibt es jedoch auch Nachteile, denn gerade der schlechtere Werterhalt kann echte finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Die geringere Wärme- und Trittschalldämmung lässt sich unter Umständen durch entsprechende Zusatzmaßnahmen ausgleichen. Dies bringt jedoch wieder höhere Zusatzkosten mit sich. Darüber hinaus sollten auch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen für eventuelle Brände angestoßen werden, da Fertig-Immobilien grundsätzlich empfindlicher sind. Wen diese Kritikpunkte nicht stören, der fährt mit einem Fertighaus jedoch sehr gut und kann eine ganz besondere Bauweise in Anspruch nehmen.

Kategorie:  Bauen , Fertighaus
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