Niedrigenergiehaus

19. April 2012 | admin

Bei einem Niedrigenergiehaus handelt es sich nicht um eine spezielle Bauweise, sondern um einen Energiestandard, der bestimmte energetische Anforderungen an die Immobilie stellt. So sollte der Heizwärmebedarf bei maximal 70kWh liegen, was 7 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr entspricht. Dieses Ziel wird durch eine Verbesserung der Wärmedämmung, eine spezielle Wärmeschutzverglasung und natürlich auch durch eine entsprechende Lüftung erreicht. So bietet die KfW Bank zudem staatliche geförderte Darlehen zur Errichtung von Niedrigenergiehäusern an. Werden dabei bestimmte KfW-Energiestandards (70kWh, 55kWh oder 40kWh) erreicht, kann ein Tilgungszuschuss von bis zu 10% der Darlehenssumme erreicht werden, was jedoch nur bei einem KfW Effizienzhaus 40 der Fall ist.

Die Vorteile eines Niedrigenergiehauses

Die Vorteile eines Niedrigenergiehauses liegen klar auf der Hand, denn mit einem niedrigeren Energieverbrauch lässt sich zum einen die Umwelt schonen und zum anderen kann man Kosten einsparen. Die gute Dämmung sorgt zudem auch für ein besseres Klima, weil die Hitze im Sommer zunächst draußen gehalten wird und die Wärme im Winter nicht so schnell austreten kann. Wer darüber hinaus eine Solaranlage zur Stromerzeugung montiert, kann mit dem eingespeisten Strom auch noch Geld verdienen. Ferner erfüllt man auf diesem Weg bereits gesetzliche Anforderungen, die in der Zukunft wahrscheinlich sowieso auf viele Bauherren zukommen. Somit erspart sich der Immobilienbesitzer Sanierungsarbeiten in der Zukunft.

Im Folgenden werden noch einmal die Vorteile aufgelistet:

  • Umweltschonend
  • Energiekosten lassen sich einsparen
  • Besseres Raumklima
  • Solaranlage sorgt für Gewinne durch Stromerzeugung
  • Erfüllung eventueller zukünftiger Anforderungen durch den Gesetzgeber

Die Nachteile eines Niedrigenergiehauses

Als einziger direkter Nachteil lassen sich die höheren Kosten beim Bau anführen. So muss man bei einem Neubau mit Zusatzkosten in Höhe von 3-8% rechnen. Diese Kosten lassen sich jedoch mit Zeit durch den niedrigeren Energieverbrauch problemlos amortisieren, so dass letztlich sogar ein finanzieller Gewinn dabei herauskommt.

Fazit

Als Fazit lässt sich anführen, dass das Niedrigenergiehaus der Energiestandard der Zukunft sein wird. So erwartet der Gesetzgeber schon heute, dass Bauherren Dachgeschosse dämmen lassen und somit für ein Mindestmaß an Energieeffizienz sorgen. Es ist anzunehmen, dass die gesetzlichen Anforderungen mit den Jahren weiter ansteigen werden, so dass man mit einem Niedrigenergiehaus bestens gerüstet ist. Die höheren Kosten lassen sich somit als Investition bezeichnen, da die niedrigeren Kosten für die Heizung diesen Effekt bereits nach einigen Jahren ausgleichen. Wer also ein Haus für die Zukunft errichten möchte, liegt mit einem Niedrigenergiehaus auf jeden Fall richtig und sorgt zudem auch noch dafür, dass die Umwelt geschont wird.

Kategorie:  Bauen , Passivhaus
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